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Bodensee

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Bodensee - allgemeine Informationen

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Der Bodensee ist ein See in Mitteleuropa. Angrenzende Staaten sind die Schweiz (Kantone Thurgau, St. Gallen), Österreich (Bundesland Vorarlberg) sowie Deutschland (Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern).

Der Name Bodensee

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Sein Name leitet sich ab von einem der ältesten Orte am See, dem Dorf Bodman am westlichen Ende des Überlinger Sees. Früher hieß der See auch Bodman- und Bodansee; der Name taucht erstmals um 830 auf. Der Höhenzug, der den Überlinger See vom Untersee trennt, heißt auch heute noch Bodanrück. In der Römerzeit hieß er nach dem Ort Bregenz Lacus Brigantia oder Lacus Brigantinus. In anderen europäischen Sprachen wird der See nach Konstanz, der größten Stadt an seinem Ufer benannt: franz. Lac de Constance, engl. Lake Constance, ital. Lago di Costanza, port. Lago de Constança. Im Schwäbischen wird er heute auch mit dem Beinamen Schwäbisches Meer genannt. Der Name ist allerdings bei den anderen Anrainern (Schweiz, Vorarlberg, Bayern und Baden) nicht beliebt.

Geographie

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Der Raum wurde wesentlich während der Würm-Eiszeit durch den aus dem alpinen Rheintal herausragenden Rhein-Gletscher geformt, in dessen fluvioglazial erodiertem Zungenbecken der heutige Bodensee liegt. Er kann insofern als würmglazial bezeichnet werden.

Der Bodensee ist der drittgrößte See in Mitteleuropa. Nur der Plattensee (Balaton) in Ungarn und der Genfersee auf der schweizerisch-französischen Grenze sind größer.

Zuflüsse des Bodensees

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Durch den Bodensee fließt der Rhein. Daneben gibt es zahlreiche, kleinere Zuflüsse (236) wie die Bregenzer Ach, die Argen, die Radolfzeller Aach, die Linzer Aach, die Steinach und die Schussen.

Gliederung des Bodensees

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Im eigentlichen Sinne handelt es sich beim Bodensee um zwei Seen (Stillgewässer), die bei Konstanz durch den sogenannten Seerhein (ein Fließgewässer) voneinander getrennt werden.

Der Bodensee besteht aus:

  • dem oberen Teil des Sees mit 473 km², bestehend aus:
    • dem Obersee, er bildet mit 412 km² die größte Wasserfläche,
    • dem Überlinger See (61 km²).
  • dem Seerhein.
  • dem Untersee, mit 63 km², bestehend aus:
    • dem Rheinsee,
    • dem Zeller See,
    • und dem Gnadensee.

Inseln

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Im Bodensee gibt es drei größere Inseln:

  • Insel Mainau, eine vielbesuchte Blumeninsel
  • Insel Reichenau, mit dem ehemaligem Kloster (Welterbe der UNESCO). Heute sind die Haupterwerbsquellen der Gemüsebau und der Tourismus
  • Altstadtinsel von Lindau, zu etwa 75 % im mittelalterlichen Stil bebaut

Außerdem gibt es folgende kleine Inseln:

  • Dominikaner-Insel vor der Altstadt von Konstanz
  • Zwei kleine Inseln vor dem Wollmatinger Ried (Triboldingerbohl und Mittlerer Langbohl)
  • Eine Insel westlich vor der Halbinsel Mettnau bei Radolfzell, die sogenannte "Liebesinsel"
  • Werd im Ausfluss bei Stein am Rhein, mit dem gleichnamigen Kloster
  • Hoy bei Lindau an der Mündung der Ach

Abmaße

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An seiner tiefsten Stelle (zwischen Friedrichshafen-Fischbach und Uttwil) ist der Bodensee 254 m tief. Seine Fläche beträgt 536 km² und seine gesamte Uferlänge 273 km. Er ist 63,3 km lang und 14 km breit mit einer Aufwölbung von rund 80 m aufgrund der Erdkrümmung. Der durchschnittliche Wasserinhalt des Sees beträgt 50 Milliarden Kubikmeter. Die Bezugs-Pegel werden in Konstanz, in Romanshorn sowie in Bregenz ermittelt.

Freizeit und Tourismus

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Im Freizeitbereich bietet der Bodensee eine Fülle von Möglichkeiten im Bereich Wassersport. Über 100 Vereine sind dem Segelsport verbunden und veranstalten Regatten, bei denen dem sportlichen Wettkampf auf dem Wasser gefrönt wird. Der Betrieb von Wassermotorrädern wurde, mit der seit Januar 2006 geltenden, revidierten Bodensee-Schifffahrts-Ordnung, zum Schutz von Flora, Fauna und Badegästen verboten.

Der Bodensee-Radweg ist einer der beliebtesten und meist befahrenen Radwanderwege Europas. Die gut ausgebauten Radwege lassen sich zu vielen schönen Touren kombinieren. Der Klassiker unter ihnen ist sicherlich die 268 km lange Runde um den gesamten See, aber auch kleinere Touren wie z. B. die Runde um den Untersee sind sehr beliebt. Die meisten Radler fahren am Bodensee übrigens "rechts herum", weil dann der Radweg stets auf der Seeseite der Straßen verläuft.

Tauchen im Bodensee

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Das Tauchen im Bodensee gilt zugleich als attraktiv und anspruchsvoll. Die meisten Tauchgebiete befinden sich im nördlichen Teil des Sees (Überlingen, Ludwigshafen, Katharinenschlucht und andere), einige wenige auch im Süden. Die Gebiete sollten ausschließlich von erfahrenen Tauchern unter Führung einer der örtlichen Tauchschulen oder eines gebietserfahrenen Tauchers betaucht werden. Interessante Wracks und größere Fische befinden sich zumeist in Tiefen, die von Sporttauchern üblicherweise nicht erreicht werden sollten (45 Meter und mehr). Derartige Tauchgänge zählen zum Tec-Diving und sind nur mit Spezialausbildung und -ausrüstung durchzuführen. Doch auch bei weniger großen Tiefen ist zu beachten, dass das Wasser im Bodensee - auch im Sommer - bereits ab 10 Metern Tiefe nur wenige Grad Celsius über Null kalt ist, was entsprechend professionelles Atemgerät erfordert, das bei derartigen Temperaturen nicht vereist. Um die Sicherheit des Tauchens im Bodensee zu erhöhen und sicher zu stellen, dass der Bodensee als Tauchgewässer erhalten bleibt, hat sich eine Gruppe von Tauchern verschiedener Organisationen zum Arbeitskreis Sicheres Tauchen im Bodensee zusammengefunden.

Wirtschaft

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Rund um den Bodensee wird Wein angebaut, zumeist der Rebsorten Spätburgunder, Müller-Thurgau oder Weißburgunder. Durch die politischen Grenzen innerhalb der Region werden die Weine in verschiedenen Weinanbaugebieten angebaut, die Ähnlichkeiten innerhalb der Region sind jedoch größer als die mit den teils weit entfernten "Mutter"-Anbaugebieten. Die Region ist das höchstgelegene deutsche Weinanbaugebiet mit Lagen zwischen 400 und 560 Metern ü. NN.

Weinanbaugebiete um den Bodensee sind:

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